Dr. van Haeringen Laboratorium B.V.

H734 Fellfarbe E-Lokus

Hintergrund

In den vergangenen Jahrzehnten konnte die Wissenschaft die Grundlagen der Farbgenetik und der Genetik weiterer Felleigenschaften weitgehend aufklären. Die Fellfarben und andere Variationen werden von vielen vererbten Faktoren beeinflusst. Unsere DNA-Tests basieren auf der Tatsache, dass bestimmte genetische Varianten einen physiologischen Effekt im Körper haben, welche die Produktion und die Verteilung der Farbpigmente beeinflussen und so viele Varianten in der Fellfarbe verursachen. In manchen Fällen kann sogar die tatsächliche Fellfarbe nur durch einen genetischen Test eindeutig bestimmt werden.

Bei Hunden bilden zwei Pigmente die Grundlage für jede Fellfarbe: das schwarze Pigment (Eumelanin) und das rote/gelbe Pigment (Phäomelanin). Die Bildung der beiden Pigmente wird im Organismus von dem Melanocortin 1 Rezeptor (MC1R) gesteuert. Dieser Genort wird auch E- oder Extension-Locus genannt.

Für den E-Locus kann man insgesamt 3 Allele (Varianten) finden: Das Allel „Em“ ist dominant über die Allele „E“ und „e“; „E“ ist dominant über „e“. Das dominante Em-Allel bewirkt die bekannte melanistische Maske im Gesicht. Schwarze Hunde können das Em-Allel tragen, aber die Maske ist nicht sichtbar, weil sie vom Rest der Fellfarbe nicht unterscheidbar ist. Auch Hunde mit einer weißen Schnauze können das Em Allel tragen, die Maske wird in solchen Fällen jedoch von der Weißzeichnung überdeckt. Die melanistische Maske kann bei einer Vielzahl von Rassen auftreten (z.B. Afghanen, Akitas, Boxer, Französische Bulldoggen, Deutsche Schäferhunde, Deutsche Doggen, Greyhounds, Mopse und Whippets). Bei Mopsen und Boxern ist das Em-Allel genetisch fixiert. Das E-Allel bewirkt Schwarz, aus dem e-Allel resultiert die rote Fellfarbe. Beim Afghanen und beim Saluki wurde ein viertes Allel auf dem E-Locus gefunden, welches nur zur Ausprägung gelangt, wenn sich das Dominant Schwarz-Allel (K-Locus) nicht findet und am A-Locus das Allel at reinerbig vorliegt. Dieses vierte Allel „Eg“ bewirkt eine Färbung, die als „domino“ oder „grizzle“ bezeichnet wird. Die VHLGenetics-Gruppe bietet zurzeit keinen Test zur Detektion des Eg-Allels an.

Testspezifische Informationen

Dieser Test ist auch in dem Kombinationspaket Fellfarbe enthalten.

Seit 2015 haben wir zwei Marken entwickelt: CombiGen® zielt auf die veterinärmedizinische Verwendung ab, während CombiBreed® für Züchter und individuelle Tierbesitzer entwickelt wurde.
Detaillierte Informationen zu Fellfarben und Fellvariationen finden Sie auf unserer Website: www.combibreed.com.

Alter

Die meisten Fellfarben und Felltypen sind in der Regel direkt nach der Geburt sichtbar.

Bearbeitungszeit

Die Bearbeitungszeit eines Tests hängt in hohem Maße von der Logistik des Probentransports zum Labor ab. Nach Erhalt der Probe im untersuchenden Labor können Sie das Ergebnis in der Regel innerhalb von 10 Arbeitstagen erwarten. Eine längere Lieferzeit gilt für Tests, die von einem Partner Labor durchgeführt werden.

Auswirkung

Genetische Faktoren, die Fellfarbe und Felltyp beeinflussen, sind in der Regel äußerlich sichtbar. Einige Faktoren können aber durch andere Varianten überdeckt sein.

Rassen

Dieser Test wird für alle Rassen angeboten.

Probenmaterial

Als Probenmaterial können EDTA-Blut, Schleimhautabstrich, Heparin-Blut, Gewebe oder Sperma verwendet werden. Bitte fragen Sie bei Certagen nach, wenn Sie anderes Probenmaterial einsenden möchten.

Ergebnis

Fellfarben und Felltypen sind von vielen genetischen Faktoren abhängig. Es wird für jeden genetischen Faktor ein separates Testergebnis zugesandt.

Vererbung

Fellfarbe und Felltyp werden durch zahlreiche verschiedene genetische Faktoren beeinflusst. Sie folgen einem dominant/rezessiv-Erbgang.

Schweregrad der Erkrankung

Genetische Merkmale sind keine Krankheit.

Code H734

Fellfarbe E-Lokus

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