Dr. van Haeringen Laboratorium B.V.

Fellfarben und Fellvarianten Katze

Bei Katzen tritt eine Vielzahl von verschiedenen Fellfarben und Scheckungen auf. Die Beschreibung dieser Felleigenschaften kann verwirrend sein, weil verschiedene Zuchtorganisationen und Züchtervereine zum Teil unterschiedliche Bezeichnungen für dieselbe Farbe verwenden. Eine ganze Reihe von Faktoren beeinflusst die Felleigenschaften einer Katze. Noch ist der genetische Hintergrund nicht für alle Varianten bekannt. Bei den A, B, C, D, und E genannten Farbgenen (Loci) ist das jedoch der Fall und die VHLGenetics-Gruppe bietet die jeweiligen DNA-Tests an. Zurzeit bieten wir (noch) keinen Test für den S-Locus (Spotting) und den W-Locus (Albino) an. Für den G-Locus (Weiße Handschuhe) konnte der genetische Hintergrund bisher nicht vollständig aufgeklärt werden. Über den O-Locus (Orange), I-Locus (Inhibitor) und den T-Lokus (Ticking)  gibt es bisher - keine wissenschaftlichen Publikationen und daher ist es für die VHLGenetics-Gruppe nicht möglich, für diese Loci einen Test anzubieten.

Von den oben beschriebenen Erbanlagen bestimmen vier die grundlegenden Unterschiede in der Farbgenetik der Katze: die Gene am B-, C-, D- und O-Locus. In der folgenden Tabelle sind die möglichen Kombinationen dieser Gene dargestellt:

B-Lokus

D-Lokus

C-Locus

O-Lokus

Fellfarbe

B/B, B/b oder B/b’

D/D oder D/d

C/C oder C/cb, C/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Schwarz

B/B, B/b oder B/b’

d/d

C/C oder C/cb, C/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Blau/Blue

b/b oder b/b’

D/D oder D/d

C/C oder C/cb, C/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Braun, Chocolate

b/b oder b/b’

d/d

C/C oder C/cb, C/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Lilac

b'/b'

D/D oder D/d

C/C oder C/cb, C/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Cinnamon, Rot

b'/b'

d/d

C/C oder C/cb, C/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Fawn

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

D/D oder D/d

C/C oder C/cb, C/cs

O/O (weiblich) oder O/- (männlich)

Orange, Rot, Gelb

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

d/d

C/C oder C/cb, C/cs

O/O (weiblich) oder O/- (männlich)

Cream

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

D/D oder D/d

C/C oder C/cb, C/cs

O/o (weiblich) oder O/o/- (männlich XXY)

Schildpatt, Tortoiseshell, Tortie, Calico

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

d/d

C/C oder C/cb, C/cs

O/o (weiblich) oder O/o/- (männlich XXY)

Blue-cream, Blue Tortie

B/B, B/b oder B/b’

D/D oder D/d

cb/cb

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Sable, Seal Sepia

B/B, B/b oder B/b’

d/d

cb/cb

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Blue Sepia

b/b oder b/b’

D/D oder D/d

cb/cb

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Chocolate Sepia, Champagne

b/b oder b/b’

d/d

cb/cb

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Lilac Sepia, Platinum

b'/b'

D/D oder D/d

cb/cb

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Cinnamon Sepia

b'/b'

d/d

cb/cb

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Fawn Sepia

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

D/D oder D/d

cb/cb

O/O (weiblich) oder O/- (männlich)

Red Sepia

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

d/d

cb/cb

O/O (weiblich) oder O/- (männlich)

Cream Sepia

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

D/D oder D/d

cb/cb

O/o (weiblich) oder O/o/- (männlich XXY)

Schildpatt, Tortoiseshell, Tortie, Calico

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

d/d

cb/cb

O/o (weiblich) oder O/o/- (männlich XXY)

Blue-cream, Blue Tortie

B/B, B/b oder B/b’

D/D oder D/d

cb/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Seal Mink, Natural Mink

B/B, B/b oder B/b’

d/d

cb/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Blue Mink

b/b oder b/b’

D/D oder D/d

cb/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Chocolate Mink, Champagne Mink

b/b oder b/b’

d/d

cb/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Lilac Mink, Platinum Mink

b'/b'

D/D oder D/d

cb/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Cinnamon Mink, Honey Mink

b'/b'

d/d

cb/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Fawn Mink

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

D/D oder D/d

cb/cs

O/O (weiblich) oder O/- (männlich)

Red Mink

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

d/d

cb/cs

O/O (weiblich) oder O/- (männlich)

Cream Mink

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

D/D oder D/d

cb/cs

O/o (weiblich) oder O/o/- (männlich XXY)

Schildpatt, Tortoiseshell, Tortie, Calico

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

d/d

cb/cs

O/o (weiblich) oder O/o/- (männlich XXY)

Blue-cream, Blue Tortie

B/B, B/b oder B/b’

D/D oder D/d

cs/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Seal Point

B/B, B/b oder B/b’

d/d

cs/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Blue Point

b/b oder b/b’

D/D oder D/d

cs/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Chocolate Point

b/b oder b/b’

d/d

cs/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Lilac Point, Platinum Point

b'/b'

D/D oder D/d

cs/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Cinnamon Point

b'/b'

d/d

cs/cs

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Fawn Point

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

D/D oder D/d

cs/cs

O/O (weiblich) oder O/- (männlich)

Red Point

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

d/d

cs/cs

O/O (weiblich) oder O/- (männlich)

Cream Point

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

D/D oder D/d

cs/cs

O/o (weiblich) oder O/o/- (männlich XXY)

Schildpatt, Tortoiseshell, Tortie, Calico

B/B, B/b, B/b’, b/b, b/b', b'/b'

d/d

cs/cs

O/o (weiblich) oder O/o/- (männlich XXY)

Blue-cream, Blue Tortie

ZURÜCK NACH OBEN

FELLFARBEN:

A-Locus: K757 Fellfarbe Agouti

Das Agouti-Gen (ASIP, A-Locus) ist an der Produktion eines Proteins beteiligt, das die Verteilung des schwarzen Pigments (Eumelanin) im Haarschaft reguliert. Das Gen ist unter anderem für die Musterung des Fells verantwortlich. Es bewirkt eine Bänderung des jeweiligen Haars mit abwechselnd heller und dunkler Pigmentierung. Die Agouti-Musterung kann sowohl bei schwarzer, als auch bei roter Grundfarbe auftreten. Der Fellfarbe Agouti Test (K757) bestimmt den genetischen Status am A-Locus. Auf dem A-Locus können zwei Allele (Varianten) auftreten: Das dominante Allel A bewirkt die Bänderung des Haars, abwechselnd helle und dunkle Bänder mit einer dunklen Spitze des Haars, und dadurch die Musterung des Fells. Das rezessive a-Allel unterdrückt Bänderung und Musterung und bewirkt eine volle Durchfärbung des Haars, sofern das Tier reinerbig für das a-Allel ist und keine Veranlagung für Orange trägt.

Tabby bezeichnet ein Muster dunklerer Streifen, welche durch hellere, Agouti-artige Bereiche unterbrochen sind. Hierbei haben die Haare in den dunklen Bereichen nicht die typische Agouti-Bänderung, sondern sie sind einfarbig. Das Agouti-Gen hat einen nur geringen Einfluss auf das Orange-Pigment. Somit kann man Tieren mit der Anlage a/a dennoch eine Tabby-Musterung erkennen.

Für den A-Locus sind die folgenden Ergebnisse möglich:

A-Lokus

Fellfarbe

A/A

Agouti Fellfarbe

A/a

Agouti Fellfarbe

a/a

Einfarbig durchgefärbtes Haar

ZURÜCK NACH OBEN

B-locus: K755 Fellfarbe Cinnamon and K756 Fellfarbe Chocolate

Die Fellfarben Schwarz, Chocolate/Braun und Cinnamon/Rot werden vom TYRP1-Gen (Tyrosinase Related Protein 1) kontrolliert. TYRP1 ist an der Herstellung des schwarzen Farbstoffs Eumelanin beteiligt. Das Gen wird auch als B-Locus bezeichnet. Die Tests zur Fellfarbe Cinnamon (K755) und Chocolate (K756) bestimmen gemeinsam den Status am B-Locus: Am B-Locus können insgesamt drei Allele (Varianten) aufgefunden werden: Das B-Allel ist dominant über das Allel b und b’; Allel b ist dominant über Allel b’. Das dominante B-Allel bewirkt eine schwarze Fellfarbe. Das b-Allel ist für die Farbe Chocolate/Braun verantwortlich. Das rezessive b‘-Allel schließlich bewirkt die Fellfarbe Cinnamon/Rot.

Für den B-Locus (Cinnamon und Chocolate) sind die folgenden Ergebnisse möglich:

Chocolate

Cinnamon

B-Lokus

Fellfarbe

N/N

N/N

B/B

Schwarz

N/N

N/b'

B/b'

Schwarz

N/N

b'/b'

b'/b'

Cinnamon/Rot

N/b

N/N

B/b

Schwarz

N/b

N/b'

b/b'

Braun/Chocolate

b/b

N/N

b/b

Braun/Chocolate

ZURÜCK NACH OBEN

D-Locus: K760 Fellfarbe Farbverdünnung (Dilution)

Das MLPH-Gen (“ Dilute-Gen”) ist für die Intensität der Fellfarbe durch Beeinflussung der Menge des im Haarschaft eingelagerten Pigments verantwortlich. Das Gen wird auch als D-Lokus bezeichnet und wirkt sich auf alle Farben aus. Der Coat Colour Dilution test (K760) bestimmt den genetischen Status des D-Lokus. Auf dem D-Locus können zwei Allele aufgefunden werden. Das dominante D-Allel hat keine Auswirkung auf die Fellfarbe. Das rezessive d-Allel verdünnt die Fellfarbe, wenn es reinerbig vorliegt. Schwarz wird zu Grau aufgehellt, von Katzenzüchtern Blau (Blue) genannt. Chocolate/Braun wird zu Lilac verdünnt, welches auch Frost, Lavender oder Taupe genannt wird. Cinnamon schließlich wird zu einem Beige verdünnt, auch Rehfarben, Pfirsichfarben, Fawn oder Peach genannt. In manchen Rassen sind bestimmte Farbschläge fixiert. In der Ägyptischen Mau und der Singapura ist das dominante D-Allel fixiert, während in der Russisch Blau, der Kartäuser (Chartreux) und der Korat Katze das rezessive d-Allel fixiert ist. In den meisten anderen Rassen können beide Allele vorkommen.

Für den D-Locus sind die folgenden Ergebnisse möglich, welche in Verbindung mit dem B-Locus dargestellt sind:

D-Lokus

B-Lokus

Fellfarbe

D/D

B/B, B/b oder B/b’

Schwarz

D/D

b/b oder b/b’

Braun, Chocolate

D/D

b'/b'

Cinnamon, Rot

D/d

B/B, B/b oder B/b’

Schwarz

D/d

b/b oder b/b’

Braun, Chocolate

D/d

b'/b'

Cinnamon, Rot

d/d

B/B, B/b oder B/b’

Blau/Blue

d/d

b/b oder b/b’

Lilac

d/d

b'/b'

Fawn

ZURÜCK NACH OBEN

C-Locus: K758 Fellfarbe Siam (Point) und K759 Fellfarbe Burma

Die Farbvarianten Siam (Point) und Burma werden vom TYR-Gen (Tyrosinase) kontrolliert. Das auf dem Gen codierte Enzym ist an der Produktion von Melanin im Organismus beteiligt. Die Burma-Variante stellt sich in Form einer reduzierten Pigment-Produktion dar, durch welche die schwarze Fellfarbe zu Sepia und Orange zu Gelb aufhellt. Die so genannten Points sind dunkler als der Rest des Körpers, die Augenfarbe ist grau-gelb oder gelb-grün. Die Siam-Variante zeigt bis auf die Points eine deutlich reduzierte Pigment-Produktion und die Augen sind blau. Der Genort an dem die Varianten genetisch verankert sind, wird oftmals C-Locus genannt. Die Kombination von Fellfarbe Siam (K758) und Fellfarbe Burma (K759) beschreibt den Status am C-Locus in seiner Gesamtheit. Insgesamt können drei Varianten (Allele) an diesem Genort vorkommen. Das C-Allel ist dominant über die Allele cb und cs, cb und cs verhalten sich codominant. Das dominante C-Allel hat keine Auswirkung auf die Fellfarbe. Zwei Kopien des cb-Allels (homozygot cb/cb) bewirken die Ausprägung der Burma-Färbung. Mischerbige Tiere, die eine Kopie des cb-Allels und eine Kopie des cs-Alleles tragen (cb/cs), zeigen in der Fellfärbung eine Mischform zwischen Siam und Burma. Zwei Kopien des cs-Allels (cs/cs) bringen die Siam-Färbung zur Ausprägung.

Für den C-Locus (Siam und Burma gemeinsam) sind die folgenden Ergebnisse möglich:

Siamkatze

Burma-Katze

C-Lokus

Fellfarbe

N/N

N/N

C/C

Voll gefärbt

N/N

N/cb

C/cb

Voll gefärbt

N/N

cb/cb

cb/cb

Burma / Sepia

N/cs

N/N

C/cs

Voll gefärbt

N/cs

N/cb

cb/cs

Tonkanese

cs/cs

N/N

cs/cs

Siam / Point

ZURÜCK NACH OBEN

In der nachfolgenden Tabelle sind die möglichen Kombinationen von C-, B- und D-Locus dargestellt:

C-Locus

B-Lokus

D-Lokus

Fellfarbe

C/C

B/B, B/b oder B/b’

D/D oder D/d

Schwarz

C/C

B/B, B/b oder B/b’

d/d

Blau/Blue

C/C

b/b oder b/b’

D/D oder D/d

Braun, Chocolate

C/C

b/b oder b/b’

d/d

Lilac

C/C

b'/b'

D/D oder D/d

Cinnamon, Rot

C/C

b'/b'

d/d

Fawn

C/cb

B/B, B/b oder B/b’

D/D oder D/d

Schwarz

C/cb

B/B, B/b oder B/b’

d/d

Blau/Blue

C/cb

b/b oder b/b’

D/D oder D/d

Braun, Chocolate

C/cb

b/b oder b/b’

d/d

Lilac

C/cb

b'/b'

D/D oder D/d

Cinnamon, Rot

C/cb

b'/b'

d/d

Fawn

C/cs

B/B, B/b oder B/b’

D/D oder D/d

Schwarz

C/cs

B/B, B/b oder B/b’

d/d

Blau/Blue

C/cs

b/b oder b/b’

D/D oder D/d

Braun, Chocolate

C/cs

b/b oder b/b’

d/d

Lilac

C/cs

b'/b'

D/D oder D/d

Cinnamon, Rot

C/cs

b'/b'

d/d

Fawn

cb/cb

B/B, B/b oder B/b’

D/D oder D/d

Sable, Seal Sepia

cb/cb

B/B, B/b oder B/b’

d/d

Blue Sepia

cb/cb

b/b oder b/b’

D/D oder D/d

Chocolate Sepia, Champagne

cb/cb

b/b oder b/b’

d/d

Lilac Sepia, Platinum

cb/cb

b'/b'

D/D oder D/d

Cinnamon Sepia

cb/cb

b'/b'

d/d

Fawn Sepia

cb/cs

B/B, B/b oder B/b’

D/D oder D/d

Seal Mink, Natural Mink

cb/cs

B/B, B/b oder B/b’

d/d

Blue Mink

cb/cs

b/b oder b/b’

D/D oder D/d

Chocolate Mink, Champagne Mink

cb/cs

b/b oder b/b’

d/d

Lilac Mink, Platinum Mink

cb/cs

b'/b'

D/D oder D/d

Cinnamon Mink, Honey Mink

cb/cs

b'/b'

d/d

Fawn Mink

cs/cs

B/B, B/b oder B/b’

D/D oder D/d

Seal Point

cs/cs

B/B, B/b oder B/b’

d/d

Blue Point

cs/cs

b/b oder b/b’

D/D oder D/d

Chocolate Point

cs/cs

b/b oder b/b’

d/d

Lilac Point, Platinum Point

cs/cs

b'/b'

D/D oder D/d

Cinnamon Point

cs/cs

b'/b'

d/d

Fawn Point

ZURÜCK NACH OBEN

E-Locus: K639 Fellfarbe E Locus (Extension)

Das so genannte „Extension-Gen“ (MC1R Gen, E-Locus) steuert die Produktion des schwarzen und roten Pigments. Bei Katzen werden verschiedene Rotfärbungen vom dominanten Orange-Gen (O-Locus) kontrolliert, welches auf dem X-Chromosom liegt. Der genaue genetische Hintergrund des O-Locus ist nach wie vor nicht bekannt. Das so genannte Extension-Gen wird auch E-Lokus genannt. Der Extension Test (K639) bestimmt den genetischen Status des E-Lokus. Der E-Lokus hat zwei Varianten (Allele). Es wird in der Wissenschaft allerdings angenommen, dass in nahezu allen Rassen das dominante E-Allel fixiert ist. Bei dem rezessiven e-Allel werden die Kätzchen mit einer Black / Brown Tabby-Färbung (Blau / Apricot bei Dilute-Katzen) geboren. Im Laufe des Wachstums verändert sich dann die Fellfarbe zu einem Farbschlag, der Amber genannt wird. Ursprünglich wurde dieser Farbschlag "X Color" genannt. Das e-Allel tritt in Norwegischen Waldkatzen auf, es handelt sich hierbei um Nachfahren einer Katze aus Norwegen, die 1981 geboren wurde. Katzen, die das e-Allel reinerbig tragen (e/e) bilden die Amber-Färbung aus, sofern sie nicht das dominante O-Allel tragen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die möglichen Kombinationen für den E-Locus Test dargestellt. Da der O-Locus eine erhebliche Auswirkung auf die Ausprägung der Amber-Färbung hat, werden die möglichen Kombinationen mit diesem Genort ebenfalls dargestellt, obschon kein DNA-Test hierfür verfügbar ist:

E-Lokus

O-Locus (Kein DNA Test verfügbar)

Fellfarbe

E/E

O/O, O/o oder o/o (weiblich)

Kein Amber

E/E

O/- oder o/- (männlich)

Kein Amber

E/e

O/O, O/o oder o/o (weiblich)

Kein Amber

E/e

O/- oder o/- (männlich)

Kein Amber

e/e

o/o (weiblich) oder o/- (männlich)

Amber

e/e

O/O (weiblich) oder O/- (männlich)

Red

e/e

O/o (weiblich)

Amber/Red Tortoiseshell

ZURÜCK NACH OBEN

G-Lokus: White Gloves, KIT Gen

Leider wurde die genetische Ursache für diese Fellfarbe bisher nicht in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben. Die Vererbung dieser Farben konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Zur Beschreibung dieser Loci und der Fellfarben, die damit zusammenhängen, verweisen wir auf die Publikation von Lyons LA., (2015) DNA mutations of the cat: the good, the bad and the ugly. J Feline Med Surg 17, 203-219.

ZURÜCK NACH OBEN

W-Locus und S-locus: K303 Fellfarbe Dominantes Weiß & Weiße Scheckung

Dominant White und White Spotting werden vom KIT Gen kontrolliert. Obwohl beide Fellfarben vom selben Gen gesteuert werden, wird Dominant White auch als W-Lokus und White Spotting als S-Lokus bezeichnet. Das Gen, oder die Gene, die die Ausprägung des White Spotting Musters beeinflussen, sind noch unbekannt. Außerdem gehen nicht alle Fellzeichnungen mit weißen Abzeichen oder Mustern auf das KIT Gen zurück.

Das Kit Gen hat drei Varianten (Allele). Das DW Allel ist dominant über die Allele Ws und N. Das Allel Ws ist dominant über das Allel N. Das dominante Allel DW führt zur weißem Fell. In dem Fall haben die Allele Ws und N keinen Effekt auf die Fellfarbe.

Dominant White unterscheidet sich vom Albinismus (C-Lokus), der von einer Mutation im TYR (Tyrosinase) Gen verursacht wird und der keinen Effekt auf das Hörvermögen hat. Ein oder zwei Kopien des DW Allels führen zu einer weißen Katze mit unterschiedlich starker Beeinträchtigung des Hörvermögens.

Der Dominant White & White Spotting Test kann folgende Ergebnisse aufweisen:

Dominant White & White Spotting (W- und S-Lokus)

Fellfarbe

N/N

Kein weißes Fell und kein White Spotting Muster

N/DW

Weiß

DW/DW

Weiß

N/Ws

White Spotting

DW/Ws

Weiß

Ws/Ws

White Spotting

 

ZURÜCK NACH OBEN

O-Lokus: Orange

Leider wurde die genetische Ursache für diese Fellfarbe bisher nicht in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben. Die Vererbung dieser Farben konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Zur Beschreibung dieser Loci und der Fellfarben, die damit zusammenhängen, verweisen wir auf die Publikation von Lyons LA., (2015) DNA mutations of the cat: the good, the bad and the ugly. J Feline Med Surg 17, 203-219.

ZURÜCK NACH OBEN

I-Lokus: Inhibitor

Leider wurde die genetische Ursache für diese Fellfarbe bisher nicht in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben. Die Vererbung dieser Farben konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Zur Beschreibung dieser Loci und der Fellfarben, die damit zusammenhängen, verweisen wir auf die Publikation von Lyons LA., (2015) DNA mutations of the cat: the good, the bad and the ugly. J Feline Med Surg 17, 203-219.

ZURÜCK NACH OBEN

T-Lokus: Ticked

Leider wurde die genetische Ursache für diese Fellfarbe bisher nicht in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben. Die Vererbung dieser Farben konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Zur Beschreibung dieser Loci und der Fellfarben, die damit zusammenhängen, verweisen wir auf die Publikation von Lyons LA., (2015) DNA mutations of the cat: the good, the bad and the ugly. J Feline Med Surg 17, 203-219.

ZURÜCK NACH OBEN

K306 Fellfarbe Russet (Burma-Katze)

Informationen zu diesem Test werden in Kürze verfügbar sein.

ZURÜCK NACH OBEN

FELL VARIATION:

Das FGF5-Gen (Fibroblast Growth Factor 5) ist für die Haarlänge verantwortlich. Es wurden vier Mutationen im FGF5 Gen identifiziert, die die Haarlänge bei verschiedenen Rassen beeinflussen. Es gibt rassespezifische Mutationen für Ragdolls, Norwegische Waldkatzen und Maine Coons und eine weitere Mutation, die die Haarlänge bei allen langhaarigen Katzenrassen beeinflusst. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

Ragdoll Variante

Variante bei der Norwegischen Waldkatze

Maine Coon Variante

Variante bei allen Rassen

FGF5 Gen

Haarlänge

N/N

N/N

N/N

N/N

N/N

Kurz

N/M1

N/N

N/N

N/N

N/M1

Kurz

N/N

N/M2

N/N

N/N

N/M2

Kurz

N/N

N/N

N/M3

N/N

N/M3

Kurz

N/N

N/N

N/N

N/M4

N/M4

Kurz

M1/M1

N/N

N/N

N/N

M1/M1

Lang

N/M1

N/M2

N/N

N/N

M1/M2

Lang

N/M1

N/N

N/M3

N/N

M1/M3

Lang

N/M1

N/N

N/N

N/M4

M1/M4

Lang

N/N

M2/M2

N/N

N/N

M2/M2

Lang

N/N

N/M2

N/M3

N/N

M2/M3

Lang

N/N

N/M2

N/N

N/M4

M2/M4

Lang

N/N

N/N

M3/M3

N/N

M3/M3

Lang

N/N

N/N

N/M3

N/M4

M3/M4

Lang

N/N

N/N

N/N

M4/M4

M4/M4

Lang

ZURÜCK NACH OBEN

K502 Cornish Rex, Wollhaar / gelocktes Fell

Das LPAR6-Gen (Lysophosphatidic Acid Receptor 6) beeinflusst die Haarbildung. Beim Test auf Wollhaar / gelocktes Fell (K502) wird der genetische Status des LPAR6 Gens bestimmt. Es gibt zwei Varianten (Allele). Das dominante N-Allel hat keine Auswirkung auf das Fell. Nur wenn die Katze reinerbig für das rezessive CC-Allel ist (CC/CC) bildet sich Wollhaar bzw. gelocktes Fell aus. Die genetische Variante ist in Cornish Rex Katzen fixiert. Der Test kann bei Auskreuzungszuchten verwendet werden, um die Tiere für die Zucht zu selektieren, die diese Variante vererben.

Der Test Cornish Rex, Wollhaar / lockiges Fell kann die folgenden Ergebnisse liefern:

Ergebnis des Tests Cornish Rex, Wollhaar / lockiges Fell

Fell

CC/CC

Lockiges Fell, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarbildung beeinflusst

N/CC

Normales Fell, sofern keine andere Variante die Haareigenschaften beeinflusst

N/N

Normales Fell, sofern keine andere Variante die Haareigenschaften beeinflusst

ZURÜCK NACH OBEN

K304 Devon Rex, Curly Coat und K305 Sphynx, Hairless Coat

Zwei unterschiedliche Mutationen im Keratin 71 Gen (KRT71) beeinflussen das Haarwachstum in Devon Rex und Sphynx Katzen und führen zu einem lockigen Fell oder einem feinen Haarflaum, der einer weitgehenden Haarlosigkeit gleicht. Der Devon Rex Curly Coat Test (gelocktes Fell, K304) und der Sphynx Hairless Coat Test (Haarlosigkeit, K305) legen gemeinsam den genetischen Zustand des KRT71 Gens offen. Das KRT71 Gen hat drei Varianten (Allele). Das N-Allel ist dominant über die hr- und dr-Allele. Das dominante N-Allel hat keinen Effekt auf das Haarwachstum. Zwei Kopien des hr-Allels (homozygot hr/hr), oder eine Kopie des hr-Allels in Kombination mit einem dr-Allel (heterozygot hr/dr) führen zur Haarlosigkeit. Zwei Kopien des dr-Allels (dr/dr) führen zu einem lockigen Fell. Sphynx Züchter können mit diesem Test „ haarlose“ Katzen identifizieren, die die Curly Coat Mutation tragen und daher je nach Paarungspartner Nachkommen mit gelocktem Fell hervorbringen können.

Der Devon Rex Curly Coat- und der Sphynx Hairless Coat Test (beides Varianten des KRT71 Gens) können folgende Ergebnisse liefern:

Devon Rex, Curly

Sphynx, Hairless

KRT71 Gen

Fell

N/N

N/N

N/N

Normales Fell, sofern keine andere Variante die Haareigenschaften beeinflusst

N/N

N/hr

N/hr

Normales Fell, sofern keine andere Variante die Haareigenschaften beeinflusst

N/N

hr/hr

hr/hr

Feiner Haarflaum, sofern das Haarwachstum nicht durch eine weitere Mutation beeinflusst wird.

N/dr

N/N

N/dr

Normales Fell, sofern keine andere Variante die Haareigenschaften beeinflusst

N/dr

N/hr

hr/dr

Feiner Haarflaum, sofern das Haarwachstum nicht durch eine weitere Mutation beeinflusst wird.

dr/dr

N/N

dr/dr

Lockiges Fell, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarbildung beeinflusst

ZURÜCK NACH OBEN

K466 Haarlänge, alle Rassen

Der Fibroblasten Wachstumsfaktor 5 (Fibroblast Growth Factor 5, FGF5) bestimmt die Haarlänge. Es wurden vier Mutationen im FGF5 Gen identifiziert, die die Haarlänge bei verschiedenen Rassen beeinflussen. Es gibt rassespezifische Mutationen für Ragdolls, Norwegische Waldkatzen und Maine Coons und eine weitere Mutation, die die Haarlänge bei allen langhaarigen Katzenrassen beeinflusst. Beim Test auf Haarlänge für alle Rassen (K466) können zwei Allele (Varianten) des FGF5-Gens vorgefunden werden. Die Mutation kann bei allen langhaarigen Rassen auftreten. Das rezessive M4-Allel führt bei Reinerbigkeit zur Ausprägung von langem Haar, das dominante N-Allel bewirkt die Bildung von kurzem Haar.

In der nachfolgenden Tabelle sind die möglichen Ergebnisse für den Test auf Haarlänge, alle Rassen dargestellt:

Testergebnis Haarlänge, alle Rassen

Haarlänge

M4/M4

Langhaar, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarlänge beeinflusst.

N/M4

Kurzhaar, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarlänge beeinflusst.

N/N

Kurzhaar, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarlänge beeinflusst.

ZURÜCK NACH OBEN

K461 Haarlänge, Maine Coon

Der Fibroblasten Wachstumsfaktor 5 (Fibroblast Growth Factor 5, FGF5) bestimmt die Haarlänge. Es wurden vier Mutationen im FGF5 Gen identifiziert, die die Haarlänge bei verschiedenen Rassen beeinflussen. Es gibt rassespezifische Mutationen für Ragdolls, Norwegische Waldkatzen und Maine Coons und eine weitere Mutation, die die Haarlänge bei allen langhaarigen Katzenrassen beeinflusst. Beim Test auf Haarlänge für Maine Coons (K461) können in dieser Rasse zwei Allele (Varianten) des FGF5-Gens vorgefunden werden. Die Varianten können auch bei Ragdolls auftreten. Das rezessive M3-Allel führt bei Reinerbigkeit zur Ausprägung von langem Haar, das dominante N-Allel bewirkt die Bildung von kurzem Haar.

In der nachfolgenden Tabelle sind die möglichen Ergebnisse für den Test auf Haarlänge, Maine Coon dargestellt:

Testergebnis Haarlänge, Maine Coon

Haarlänge

M3/M3

Langhaar, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarlänge beeinflusst.

N/M3

Kurzhaar, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarlänge beeinflusst.

N/N

Kurzhaar, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarlänge beeinflusst.

ZURÜCK NACH OBEN

K462 Haarlänge Norwegische Waldkatze

Der Fibroblasten Wachstumsfaktor 5 (Fibroblast Growth Factor 5, FGF5) bestimmt die Haarlänge. Es wurden vier Mutationen im FGF5 Gen identifiziert, die die Haarlänge bei verschiedenen Rassen beeinflussen. Es gibt rassespezifische Mutationen für Ragdolls, Norwegische Waldkatzen und Maine Coons und eine weitere Mutation, die die Haarlänge bei allen langhaarigen Katzenrassen beeinflusst. Beim Test auf Haarlänge für Norwegische Waldkatzen (K462) können zwei Allele (Varianten) des FGF5-Gens vorgefunden werden, welche spezifisch für diese Rasse sind. Das rezessive M2-Allel führt bei Reinerbigkeit zur Ausprägung von langem Haar, das dominante N-Allel bewirkt die Bildung von kurzem Haar.

In der nachfolgenden Tabelle sind die möglichen Ergebnisse für den Test auf Haarlänge, Norwegische Waldkatze, dargestellt:

Testergebnis Haarlänge, Norwegische Waldkatze

Haarlänge

M2/M2

Langhaar, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarlänge beeinflusst.

N/M2

Kurzhaar, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarlänge beeinflusst.

N/N

Kurzhaar, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarlänge beeinflusst.

ZURÜCK NACH OBEN

K463 Haarlänge Ragdoll

Der Fibroblasten Wachstumsfaktor 5 (Fibroblast Growth Factor 5, FGF5) bestimmt die Haarlänge. Es wurden vier Mutationen im FGF5 Gen identifiziert, die die Haarlänge bei verschiedenen Rassen beeinflussen. Es gibt rassespezifische Mutationen für Ragdolls, Norwegische Waldkatzen und Maine Coons und eine weitere Mutation, die die Haarlänge bei allen langhaarigen Katzenrassen beeinflusst. Beim Test auf Haarlänge für Ragdolls (K463) können zwei Allele (Varianten) des FGF5-Gens vorgefunden werden, welche spezifisch für diese Rasse sind. Das rezessive M1-Allel führt bei Reinerbigkeit zur Ausprägung von langem Haar, das dominante N-Allel bewirkt die Bildung von kurzem Haar.

In der nachfolgenden Tabelle sind die möglichen Ergebnisse für den Test auf Haarlänge, Ragdoll, dargestellt:

Testergebnis Haarlänge, Ragdoll

Haarlänge

M1/M1

Langhaar, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarlänge beeinflusst.

N/M1

Kurzhaar, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarlänge beeinflusst.

N/N

Kurzhaar, sofern kein anderer genetischer Faktor die Haarlänge beeinflusst.

ZURÜCK NACH OBEN

Datum: 11.04.2018, version 7